Mit allen Windstärken vertraut

Eine Schulschiffsreise voller Erinnerungen“ hatten die 76 frischgebackenen Abiturienten ihren Abschlussgottesdienst überschrieben. Am Samstag endete diese 8-jährige Reise im selben Hafen, wo sie am 30. August 2010 begonnen hatte: in der Klosterkirche bei einem feierlichen Gottesdienst zusammen mit Familien, Lehrern, Schulleiter a.D. Kurt Fleischmann OMI und Schulseelsorger Thadeusz Wdowczyk OMI. Dort „beluden“ die scheidenden Schüler symbolisch ein großes Segelschiff mit Erinnerungsstücken aus ihrer Schulzeit. Mit Jesus Christus als „Kompass“ und durch viele Erlebnisse nun „mit allen Windstärken vertraut“ seien sie gerüstet, die Weiterfahrt einzeln und in verschiedenen Richtungen anzugehen.

Klangkräftig und feierlich mitgestaltet wurde die Hl. Messe mit einem eigenen kleinen Abiturientenorchester sowie Gesangssolistin Tiana Wilting.

Musikalisch eröffnet wurde auch die anschließende Feierstunde im Forum Mariengarden. Dort haderten die Jahrgangsstufenleiter Katrin Weier und Franz-Josef Hinsken zunächst augenzwinkernd mit den üblichen Schulabschlussmetaphern: Womit vergleichen? Ein „wertvoller Jahrgang“ aus dem Burloer Weinberg – am Ende aber womöglich abgefüllt in EU-genormte Flaschen? Die Schulzeit als „erfolgreich absolvierter Marathon“  – eine Sportart, die letztlich doch von Einzelkämpfern betrieben wird?…   Begleitet von liebevoll gebastelten Fotocollagen kamen die beiden Kunstpädagogen zu dem Schluss, dass ihre Schüler eigentlich vor allem eines seien: unvergleichlich!

 

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Kerstin Haskert griff bei Ihren guten Wünschen für die jungen Erwachsenen mit Zitaten aus dem bekannten Kirchenlied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ das Gottesdienstthema noch einmal wieder auf, bevor Jahrgangsstufensprecher Christian Wennemar seine Mitschüler zu einem kleinen Rückblick auf spannende Höhepunkte der gemeinsam verbrachten Zeit einlud wie etwa die Schulfahrt nach Rom 2015 oder die Erlebnisse auf einer Hamburg-Exkursion just am Tag des G20-Gipfels. Nach einem Dank u.a. an Lehrer, Hausmeister, Schulleitung verabschiedete er sich mit dem diesjährigen Abimotto: „Abios Amigos!

 

Soll unser Fritz das Gymnasium besuchen?“- eine so betitelte, 90 Jahre alte Broschüre des Berliner Pädagogen Walter Bottermans hatte Schulleiter Michael Brands mitgebracht und zeigte auf, dass manche Überlegungen zum Gymnasialbesuch als Königsweg zur Hochschulreife auch heute noch aktuell sind.

Mit Bezug auf den humorvollen Ausspruch Karl Valentins: „Wir können unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach!“ verwies Brands auf die Bedeutung auch von Eltern und Lehrern als Vorbilder und dankte in diesem Zusammenhang dem Kollegium und dem Oblatenorden als Schulträger. Er ermutigte die Abiturienten, auch selbst nun die Rolle als Vorbilder für andere anzunehmen, politisch zu sein und sich mutig zu engagieren.

 

Bei der anschließenden Zeugnisübergabe und beim Sektempfang auf dem roten Teppich vor dem Forum konnten mit Tom Schlusemann als Jahrgangsbestem, Schülersprecherin Lea van Almsick, Fabian Nienhaus und Nils Ciroth in diesem Jahr gleich vier Absolventen mit der Abiturtraumnote 1,0 bejubelt werden. Am Abend wurde das Fest mit  dem traditionellen Abiturball im Haus Terhörne in Südlohn fortgesetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.