Seemannsknoten, Seefahrt & Co.

Einem für das ländlich geprägte Münsterland eher ungewöhnlichen Thema widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a mit ihrer Lehrerin Julia Bonika an einem Freitag im Mai. Als Gast war Herr Ewald Seemann geladen. Er heißt so und er ist einer; und zwar ein echter. Seiner Zeits auf Stückgutfrachtern zuhause, wusste der Fachmann von einer Seefahrt zu berichten, die es in der heutigen Zeit in dieser Form gar nicht mehr gibt.

Viele der in einem Vortrag behandelten Themenbereiche hatten sich die wissbegierigen Schüler im Vorfeld explizit gewünscht: So wurden Unterschiede im Schiffsbau erklärt, der Gebrauch von Sextant und Log erläutert und darüber informiert, wie man überhaupt zu einem Seemann wird. Manch einer wird von einer Schule auf einem Schiff träumen. Dass Seefahrt aber nicht nur Abenteuer, sondern harte Arbeit ist, wurde durch viele mitgebrachte Fotos illustriert. Gebannt lauschten die 14-jährigen spannenden Geschichten von fernen Ländern, Abenteuern und Unwettern, und wurden dabei auch mit einer sehr eigenen Sprache konfrontiert: Heuer und Meuterei gehören ebenso wie das Glasen schon fast in eine andere Welt.

Durch viele auch amüsante Anekdoten konnten die Kinder so auch einzelne Facetten des alltäglichen Lebens an Bord kennen lernen. Aber auch die Praxis kam für die Schüler nicht zu kurz. Nach dem Motto „gute Knoten braucht man immer“, wurden verschiedene Seemannsknoten fachmännisch gesteckt. Vielleicht wird demnächst auf diese Art und Weise auch die daheim gerissene Wäscheleine dann ganz professionell mit einem Kreuzknoten zusammengehalten.Seemann_2

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