Liebe Jelena Sergejewna

Drama „Liebe Jelena Sergejewna“ im Forum Mariengarden in Borken-Burlo
Scheiterte der Sozialismus an der Satanität des Menschen?
Mit dieser Frage beschäftigte sich die junge Russin Ljudmila Rasumowskaja bereits Ende der 1970er Jahre und wagte noch unter Breschnew das Drama „Liebe Jelena Sergejewna“, das das Schauspiel-Ensemble des Gymnasiums Mariengarden unter der Regie von Sascha Dücker am Mittwoch, dem 20.03.2013, sowie am Donnerstag, dem 21.03.2013, jeweils um 19:30 Uhr, im Forum Mariengarden aufführen wird. Worum geht’s? Und geht’s uns nicht doch alle etwas an?  Vier Absolventen einer zehnten Klasse haben ihre schriftlichen Abschlussprüfungen abgelegt, deren Bewertung über ihre berufliche Karriere entscheiden wird. Da statten sie ihrer langjährigen, zwar in die Jahre gekommenen, aber für die Ideale des Sozialismus/Humanismus unermüdlich streitenden Mathematiklehrerin Jelena Sergejewna, zu deren großer Überraschung und Freude einen Geburtstagsbesuch ab. Jelena nimmt gerührt die Blumen entgegen und will sich schon an den Früchten ihrer engagierten Pädagogik weiden, als aus dem Glück der Gastgeberin ein  Alptraum aufzusteigen droht . . .

Das Stück fiel in der damaligen Sowjetunion konsequent der Zensur zum Opfer und durfte erst unter Gorbatschow wieder ins Repertoire aufgenommen werden. Vielleicht auch deshalb, weil die (Ab-)Gründe des Scheiterns des Sozialismus, die des Gelingens des Kapitalismus  sind? Wer sich bilden und zu dieser Frage selbst ein Urteil bilden, wer einen „Tatort“-Abend live und spannendste  Dramaturgie mit herausragenden Schauspielern erleben möchte, der würde all dies entbehren, wenn er zuhause bliebe und sich nicht aufschwänge. Dafür erschwingliche Eintrittspreise: 2 € für Schüler (ab 14 J. empfohlen) und Studenten, 3 € für Erwachsene.

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