Homosexualität – eine Sünde? (zum Vortrag von Prof. Dr. Stephan Goertz d. Universität Mainz)

Wie lässt sich Ausgrenzung mit dem christlichen Wert der Nächstenliebe vereinbaren? Wenn die Diskriminierung Homosexueller ein „No-Go“ ist, warum konnte ein homosexueller Lehrer, der seinen Partner standesamtlich heiraten wollte, im vergangenen Sommer nicht eingestellt werden? Und wie äußert sich die Bibel zum Thema Homosexualität?

Trotz der Versuche im vergangenen Jahr, den Schülerinnen und Schülern durch Gesprächsrunden im Kurs- und Klassenrahmen die Unsicherheit zu nehmen und Klarheit zu schaffen, blieben viele Fragen offen und nicht wenige waren mit dem Ausgang der Situation unzufrieden.

Prof. Dr. Stephan Goertz von der Universität Mainz hat sich mit der Frage, ob Homosexualität eine Sünde sei, aus moraltheologischer und bibelexegetischer Sicht auseinandergesetzt und die Forschungsergebnisse den Schülerinnen und Schülern der Qualifikationsphase in einem Vortrag dargelegt.

Die Katechese bezeichnet Homosexualität als „Abirrung“ und stützt sich in ihrer Argumentation auf die Bibel – aber was heißt das eigentlich und sollte man eine solche Aussage und die Bibel als unhinterfragte Autorität nicht kritisch in den Blick nehmen, anstatt ihr blindlings zu folgen? Kann man alles, was Autoritäten vorgeben, schon von vornherein gutheißen? Beispielsweise stehe im AT auch, dass Frauen im Tempel zu schweigen hätten, was heute nicht mehr als zeitgemäß empfunden werde, so dass die Autorität der Bibel nicht mehr greife.

Schlussendlich gründe die Klärung der Frage, ob das, was eine Autorität vorgibt, auch gut sei, auf der Verantwortung des Einzelnen. Jeder Einzelne müsse selbst berurteilen, was gut und was schlecht sei, so Goertz; der bloße Verweis auf die Bibel reiche zur Argumentation nicht aus.

Dennoch werde die moralische Verurteilung von Homosexuellen mit dem Hinweis auf diverse Bibelstellen gerechtfertigt, und das, obwohl diese dort z.B. im Kontext sexueller Gewalt stünden. Daran wird deutlich, dass in den wenigen Stellen der umfangreichen Bibel der Begriff der Homosexualität in seiner heutigen Definition gar nicht aufzufinden ist.

Der Grund: Die Bibel kennt den Begriff der Homosexualität in seiner heutigen Definition, der sie als eine „natürliche Minderheitsvariante menschlicher Beziehungs- und Liebesfähigkeit“ anerkennt, nicht, weshalb sich die katechetischen Verurteilungen nicht durch den Verweis auf die Bibel begründen lassen.

Im Gegenteil: Die Grundwerte des Christentums wie gegenseitige Toleranz und Nächstenliebe, die insbesondere in der Botschaft der Heiligen Schrift ihren Ausdruck finden, böten vielmehr eine Basis für die Anerkennung von Homosexualität.

Am Ende des Vortrags blieb noch Zeit für eine offene Diskussionsrunde, an der sich sowohl Schüler und Lehrer als auch Ordensleute beteiligten, indem sie sich kritisch mit der vorgetragenen Argumentation und deren Schlüssen auseinandersetzten – was nochmals zeigt, dass auch nach über einem halben Jahr noch Klärungsbedarf herrscht.

Schulstress

Ich wette, jeder von euch wird schon einmal von „Schulstress“ gehört haben und vor allem für Schüler aus der Oberstufe wird das wohl kein Fremdwort mehr sein. Besonders in den Klausurphasen könnte ich ein Liedchen zu dem Thema singen.
Denn neben der Lernerei kommt noch dazu, dass man drei-bis viermal in der Woche nachmittags in der Schule bleiben muss – was sich enorm auf  die eigene Freizeit auswirkt.
So fällt mir beispielsweise auf, dass ich immer seltener Zeit finde, um zum Stall zu fahren und etwas mit meiner Reitbeteiligung zu machen, weil ich in den etwa drei Stunden doch viel eher lernen oder meine Hausaufgaben machen könnte (oder sollte). Und auch am Wochenende überlege ich es mir immer zweimal, ob ich zum Beispiel bei Freunden übernachten oder eine Messe besuchen will, gerade weil ich so selten dazu komme, meinem Hobby – dem Reiten – nachzugehen.
Was ich damit sagen will ist, dass es nicht gerade einfach ist – ganz besonders in der Oberstufe – sowohl Schule als auch Freizeit und Privatleben unter einen Hut zu kriegen, wodurch eben dieser „Schulstress“ zustande kommt, weil man alles irgendwie gerade so hinbekommen muss.
Und an die, die der Meinung sind, das ganz leicht hinzubekommen: Bitte verratet, wie ihr das macht – damit helft ihr sicherlich mehr Mitschülern, als ihr denkt. 😉

Eine Gesellschaft im Schönheitswahn

 

Jeder Moment wird festgehalten und geteilt – egal ob auf Snapchat, Instagram oder Facebook. Egal ob nach dem Aufstehen, an der Bushaltestelle, im Bus oder beim Treffen mit Freunden; das Handy und seine Kamera ist in der heutigen Zeit immer present. 

Nicht ohne Grund wurde „Selfie“ zum britischen Wort des Jahres ernannt. 

Denn selten war der Druck, sich im Internet von seiner Schokoladenseite zu zeigen, so groß. Wenn man sich auf den Internetplattformen umschaut, sieht man nur ideal geformte Körper, perfektes Aussehen und markellose Leben, die mit dem normalen Alltag wohl wenig zutun haben. Doch dies vergessen wir, denn wir sehen die perfekten Fotos oft nur kurz und denken nicht darüber nach wie lange es wohl gedauert hat um dieses Foto zu schießen. Und vor allem wie lange es gedauert hat um es zu bearbeiten.

Das Ziel, in jeder Lebenssituation gut auszusehen und besonders dünn zu sein, ist zur Wertvorstellung geworden. Das ist wissenschaftlich belegt: „In den vergangenen Jahrzehnten ist das Idealbild der Deutschen von sich selbst immer schlanker geworden“ sagt der Attraktivitätsforscher Johannes Krause von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Ist mein Leben jetzt zu langweilig oder bin ICH zu langweilig, zu dick, zu klein oder generell zu hässlich? Ganz ehrlich – nein. Verschwenden wir noch nicht unsere Zeit damit, darüber nachzudenken. Denn das Leben der vermeintlichen Instagram-Stars wird nicht so perfekt sein wie es aussieht. Wohl eher im Gegenteil – der Druck, die perfekte Fassade aufrecht zu erhalten kann nicht erfüllend sein.

Aber geht es wirklich nur noch darum, wer die Meisten Likes und Kommentare bekommt? Wer das perfekteste Leben hat oder den neuesten Trends folgt? – Ganz und gar nicht. Denn die schönsten Momente hält man nicht auf Handys fest, sondern im Herzen.

Der HEINZelmann geht

Egal, ob in der Schule etwas aufgebaut, aufgeräumt oder repariert werden muss: Heinz Keiten-Schmitz, der Hausmeister unserer Schule, ist immer zur Stelle.

Was vielleicht noch nicht jeder weiß: Zum Ende des Schuljahres verlässt er das Gymnasium Mariengarden und geht in Rente. Deshalb haben wir uns mit ihm zusammengesetzt und ihm ein paar Fragen gestellt. „Der HEINZelmann geht“ weiterlesen

Dicke Luft im Klassenzimmer

In Klassenzimmern herrscht häufig „dicke Luft“ – in diesem Fall meine ich das ganz wörtlich.

Eigentlich kein Wunder, schließlich befinden sich in den Unterrichtsräumen über Stunden 25 bis 30 Menschen, die Sauerstoff verbrauchen, schwitzem, sowie Haut- und Haarpartikel verlieren – klingt unappetitlich, ist aber nicht zu verhindern! „Dicke Luft im Klassenzimmer“ weiterlesen

Dreck-weg-Tag

Die folgenden zwei Gedichte sind Gastbeiträge von Schülerinnen und Schülern der 7b. Wenn du selbst einen Gastbeitrag einreichen möchtest, melde dich bei uns!

2 Gedichte zu der Aktion „Dreck-weg-Tag“, bei der die Schule gemeinsam durch die Schüler und Lehrer von Müll und Schmutz befreit wurde. „Dreck-weg-Tag“ weiterlesen