Ein Leben ohne Social Media – unvorstellbar! Auch für Lehrer?

Ein Jeder würde wahrscheinlich sagen, dass Apps wie WhatsApp, Snapchat, Instagram und co. ein Teil des Lebens sind, aber gilt das auch für Lehrer?

Allgemein gesagt: Ja. Doch durch eine Befragung einiger Lehrer hat sich herausgestellt, dass sie die Medien anders nutzen als wir Schüler. WhatsApp nutzt fast jeder, aber wer von den Schülern ist wirklich noch aktiv auf Facebook bzw. hat überhaupt ein Profil? Die meisten Lehrer nutzen eher Facebook als Instagram und geschweige denn Snapchat. Ohne den Lehrern nahe treten zu wollen gibt es auch Studien, die beweisen, dass Facebook heutzutage von der Generation über uns genutzt wird und Instagram die neuere App für Jugendliche ist. Es gibt in jedem Falle natürlich Ausnahmen.

Erstaunlicherweise verbringen die Lehrer durchschnittlich 1 bis 1.5 Stunden pro Tag am Handy und davon die meiste Zeit auf WhatsApp. Die App ist sowohl für Schüler als auch für Lehrer eine gute Möglichkeit schnell und unkompliziert zu kommunizieren, obwohl das Telefonieren trotzdem noch als der schnellere Weg angesehen wird. Auf eine Antwort ewig zu warten kann so viel Zeit kosten und da ist ein kurzer Anruf einfach einfacher. Für die Schnelligkeit der Nachrichten vernachlässigen sogar die Lehrer auch mal die Rechtschreibung, vor allen Dingen Groß- und Kleinschreibung. Abkürzungen werden auch öfter verwendet, schließlich sollte der Vorteil des Mediums die Schnelligkeit sein.

Smileys verhelfen oft das geschriebene besser zu verdeutlichen, vor allen Dingen helfen sie zu zeigen wie etwas gemeint ist bzw wie die Gefühle sind. Die Favoriten der Lehrer sind der typische Lachsmiley und der Daumen hoch. Die werden dicht gefolgt vom Zwinkersmiley und dem Smiley mit der Hand vorm Gesicht. 

Wir Schüler kennen kaum ein Leben ohne Social Media. Natürlich ist der Gebrauch von den Apps gestiegen, doch kaum Einer kann sich ein Leben ohne vorstellen. Wenn man einmal bedenkt, wie viel Zeit man am Tag wirklich am Handy sitzt ist das schon erschreckend. Die meisten Lehrer brauchen die Apps nicht unbedingt, doch alle finden sie praktisch und fänden es schwierig ohne auszukommen. Trotzdem sollte man unabhängig bleiben, d.h. man sollte auch mal einen Tag ohne auskommen.

Durch diesen digitalen Wandel gibt es nicht nur positive sondern auch negative Punkte. Der wohl bekannteste kritische Punkt ist die verschlechternde Rechtschreibung und Orthographie, die durch das schnelle Tippen entsteht. Dies kann aber auch an der Methode „Schreiben nach Gehör“ in der Grundschule liegen, wo sich die Kinder manche Wörter schon falsch einprägen. Viel wichtiger ist jedoch, dass sich viele Schüler behaupten wollen, indem sie z.B. viele Likes oder Flammen haben wollen. Dadurch entsteht oftmals Mobbing, das über Social Media so viel einfacher geworden ist. Viele Wörter würde man verbal niemandem ins Gesicht sagen, doch eine Nachricht zu schreiben ist so unpersönlich, da man die Reaktion des Anderen nicht mit erlebt. Das ist auch der Grund, weshalb Vielen die Sensibilität für Daten fehlt. Fotos werden angeschaut und entweder für gut oder schlecht empfunden, und vielleicht könnte man das auch noch kommentieren. Dabei achtet fast keiner darauf, wer den sogenannten digital footprint alles nachverfolgen kann und wo die ganzen Daten überhaupt landen. Außerdem entsteht ein sozialer Druck, durch den viele anfangen Storys zu posten oder alles zu filmen, anstatt die Situation vor Ort in der Realität zu erleben.

Diese Punkte empfinden die Lehrer als negativ und als Folgen der Nutzung dieser Social Media Plattformen.

Allgemein nutzen Lehrer soziale Medien und sehen das Praktische darin, aber auch Konsequenzen, die besonders Schüler betreffen.